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Erfolgsgeschichte Maximilian J. Weber

Turnaround unseres Kunden im handwerk magazin: "Es läuft nicht mehr, sobald ich auf der Baustelle mitarbeite". Porträt: Maximilian J. Weber war kurz davor, alles hinzuschmeißen. Doch mit einem neuen Mindset und einem strategischen Führungsansatz startete der Zimmerermeister beruflich neu durch – wie er im Gespräch verriet.

Vor zwei Jahren hat sich Maximilian J. Weber als Unternehmer neu erfunden. Ohne dabei seinen geliebten Standort im Münchener Norden verlassen zu müssen. Der Tapetenwechsel des engagierten Zimmerermeisters fand in seinem Kopf statt. Vorantreiben statt getrieben zu werden – so lässt sich Webers neue Strategie, die auf einem professionellen Coaching fußt, zusammenfassen. „Die Work-Life-Balance passt jetzt wieder“, erklärt ein sichtlich gut gelaunter Handwerksunternehmer beim Videocall. Es dauert nicht lange, bis der Mittvierziger in seinem Büro in der Karlsfelder Straße 11 auf den Punkt kommt und schonungslos eine Lern­kurve nach der anderen aufzeigt.

Beispielsweise nimmt der Familien­vater heute größtenteils die Rolle des Geschäftsführers und des Verkäufers ein – der neuen Firmenstruktur sei Dank. Weber bemüht dafür ein Bild, das er vom Coaching kennt. „Ich steuere den Betrieb überwiegend von der ‚Brücke‘ aus. Ich schätze, mindestens zu 90 Prozent. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sofort nicht mehr läuft, sobald ich wieder auf der Baustelle mitarbeite.“ Eine bemerkenswerte Aussage für jemanden, der seit seiner Ausbildung fürs handwerkliche Arbeiten brennt. Doch Rückschläge und Existenzängste, aber auch die schlechte Auslastung und Liquidität haben ihn zum Umdenken gebracht – nach 15 Jahren in der Selbstständigkeit stieß er einen Transformationsprozess an. Als Kapitän gehöre er auf die Brücke, sonst könne er das Schiff nicht vorausschauend steuern und lenken. Und der Erfolg gibt ihm Recht: So konnte er Umsatz und Ertrag deutlich steigern. In „wirtschaftliche Regionen“, wie es der gebürtige Münchener nennt.
 

Das Umfeld

Wer in Webers Vita blickt, bekommt schnell das Gefühl, dass das fehlende Fachwissen nicht das Problem für die unternehmerische Durststrecke gewesen sein konnte. Nach Ausbildung, Gesellen- und Meisterbrief erlangte der Handwerkschef eine Zusatzqualifikation nach der anderen. Und auch in seinem lokalen Umfeld fühlte er sich wohl. „Ich bin sehr stark mit dem Münchener Norden verbunden“, so Weber. „Hier in der Fasanerie bin ich total vernetzt. Mich hat es nie weit wegge­zogen“, sagt er heute. Egal, ob Pfarr­jugend, Kirchenchor oder Freiwillige Feuerwehr – Weber bringt sich ein, mag die Menschen vor Ort. „Ich finde es schön, wenn man seine Mitmenschen kennt. Ano­nym nebeneinander her leben finde ich schlimm.“ Im Jahr 2002 lernte er seine heutige Frau kennen, zog mit ihr später auf jenes Grundstück, das seine Vorfahren um 1900 erworben hatten.

Doch obwohl die Rahmenbedingungen auf den ersten Blick nicht schlecht aussahen, hatte er „brutale Existenzängste“, wie er sich heute erinnert. „Betrieblich lief es in dieser Zeit mehr schlecht als recht.“ Ständig ging es ihm durch den Kopf: „Egal, was ich mache: Es ist wohl nie genug.“ 2019 schlug diese vermeintliche Resignation dann in Wut um. „Jetzt reicht‘s. Es muss sich etwas ändern, oder ich höre auf!“

Weber entschied sich für ein umfangreiches Coaching des Beratungsunternehmens ErfolgsMeisterei aus Tutzing, seitdem begleitet ihn Geschäftsführer Uwe Engelhardt intensiv. „Herr Weber hat seine Begeisterung fürs Handwerk wiederentdeckt“, freut sich der Coach am Telefon. „Er hat seine Rolle als Meister neu definiert und bringt seine Stärken dort ein, wo sie dem Betrieb den größten Nutzen bringen.“
 

Das Coaching

Gemeinsam mit Coach Engelhardt wurden erst einmal alle Brandherde definiert und gelöscht. Dann führte man eine ausführliche Stärkenanalyse durch und beantwortete die Frage: Was will ich überhaupt mit meinem Betrieb erreichen? Wie müssen mein Betrieb und ich organisiert sein? Und wie sieht mein Führungssystem künftig aus? Weber und Engelhardt ­näherten sich diesen Fragekomplexen ­zunächst im vierteljährlichen Coaching-Termin. Treffen, bei denen der Handwerksunternehmer Schritt für Schritt umdachte – um beruflich neu durchzustarten. Doch die Erkenntnisse wurden nicht nur in einem schicken Strategiepapier fest­gehalten, Weber setzte eine Maßnahme nach der anderen im eigenen Betrieb um. Vom Ausbau der Spezialisierung seines ­Betriebs über den Umbau des Büros und die Implementierung einer modernen IT bis zur Analyse von wichtigen Soll-Ist-Vergleichen. Darüber hinaus strukturierte er seinen Betrieb völlig neu – samt der passenden Stellendefinitionen und -beschreibungen.

Im Zuge dessen stellte er beispielsweise einen Bauleiter ein, um die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. „Ich bestimme jetzt meine Ziele, wann ich sie erreicht habe und wann es ‚gut‘ ist.“ Wichtige Erkenntnis: Weber gewann großes Vertrauen in seine eigenen Visionen, Ideen und Entscheidungen. Zudem setzt er auf die Führungs- & Management Software ErfolgsMeisterei.online, die ihm als Informationsbasis dient.     
 

Die Struktur

Auch seine Ehefrau, die jahrelang die Existenzängste hautnah mitbekommen hat, arbeitet jetzt in der Zimmerei und kümmert sich um den kaufmännischen Bereich. Ohne die neue, zukunftsträchtige Struktur hätte sie als Bankangestellte diesen Schritt ins Handwerk sicherlich nicht gewagt. „Herr Weber hat diesen Einstieg sehr gut vorbereitet“, sagt Engelhardt. Und die auf zwei Jahre angelegte Testphase bietet dabei gute Möglichkeiten, den einen oder anderen Punkt nachzujustieren.

Apropos neue Strukturen. Der Unternehmer kann feststellen, dass sie seinem Team und ihm viel mehr Sicherheit, Verbindlichkeit und Ruhe geben. „Jeder weiß, was seine Aufgaben sind. Das macht die Führung des Betriebes viel leichter“, so Weber. Es gebe weniger Reibungsverluste durch unklare Abläufe, jeder könne Verbesserungsvorschläge und Wünsche einbringen. „Da kann die Arbeit doch nur Spaß machen!“
 

Die Zukunft

Selbst in den aktuellen Corona-Zeiten läuft es für die Zimmerei aus dem Münchener Norden. „2021 lässt sich wieder gut an“, resümiert Weber die ersten Monate des Jahres. Die Auftragslage sei gut, neue Ideen würden entwickelt und umgesetzt. Zudem wurde das Coaching intensiviert: Es findet jetzt monatlich statt. „Ich möchte weiter an meiner Firma arbeiten.“

Trotz dieses beruflichen Erfolgs hat Handwerksunternehmer Weber nicht den Blick für die Mitmenschen verloren. „Ich habe ein schlechtes Gewissen gegenüber den stark durch die Coronapandemie betroffenen Betrieben“, betont er im Gespräch. „Ich wünsche allen Betrieben, Unternehmen, Mitarbeitern und Familien, die durch die Coronapandemie beschädigt wurden und werden, alles Gute – und drücke die Daumen, dass es schnellstmöglich wieder aufwärtsgehen kann!“ So wie bei Weber nach seinem Turnaround.
 

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