Am Unternehmen arbeiten.


Viele Unternehmer arbeiten 70 Std. ..

....und mehr und bringen ihre Firma doch nicht voran. Woran liegt das?  Der weitaus größte Mangel liegt im Selbstverständnis des Unternehmers. Die meisten haben ihren Betrieb selbst gegründet, sind also Fachkräfte wie Programmierer, Steuerberater oder Grafiker. Wenn die Firma wächst, ändern sich jedoch die Anforderungen und Aufgaben. Ab einer bestimmten Größe, meist zwischen fünf und 25 Mitarbeitern, sollten diese Gründer allerdings keine Fachkraftaufgaben mehr ausführen, sondern Unternehmeraufgaben.

80 Prozent Fachkraft, null Prozent Unternehmer

Es handelt sich also im Kern um einen versteckten Berufswechsel. Dies ist die zweite unternehmerische Wachstumshürde. Die erste Hürde ist, überhaupt in den Markt zu kommen. Das wird aber oft nicht wahrgenommen: Lässt man Chefs von kleineren Unternehmen mit etwa 25 Mitarbeiten eine Auflistung ihrer Tätigkeiten machen, so stehen am Ende immer 80 Prozent Fachkraftaufgaben, 20 Prozent Managementaufgaben und null Prozent Unternehmeraufgaben auf der Liste.

Vier Punkte machen einen Unternehmer wirklich erfolgreich:

  • Ein klarer, langfristiger und nutzenorientierter Traum
  • Klarheit über die eigene Rolle als Unternehmer
  • Mit jeder Änderung bei sich selbst beginnen
  • Vorsätze mit äußerster Konsequenz umsetzen

Der entscheidende Punkt ist: Ein Unternehmer arbeitet nicht im, sondern am Unternehmen. Mit anderen Worten: Er stellt keinen Hammer her, sondern die Schmiede, in der der Hammer entsteht. Alles, was mit der Produktion und dem Verkauf des Hammers und der Organisation der Abläufe zu tun hat, ist Fachkraft- und Management-, aber keine Unternehmeraufgabe. Wer alle Aufgaben gleichzeitig ausführen will, verzettelt sich.

Ein Unternehmer muss sich nicht um den Kunden kümmern, der irgendwann den Hammer nutzt, sondern auf längere Sicht um die Übergabe. Da die meisten Gründer jedoch eine Firma um sich selbst als dem Zentrum der Welt bauen, finden sie keinen Nachfolger: Der Betrieb ist in der Regel nichts wert, wenn der aktuelle Unternehmer geht. Ein exzellentes Unternehmen jedoch funktioniert auch ohne den Gründer.

Mit der Firma wachsen oder untergehen

Wenn ein Unternehmen wächst, hat der Unternehmer zwei Möglichkeiten. Entweder er wächst mit und hat Erfolg oder die Firma wächst ihm über den Kopf und er geht unter. Wachstum heißt nicht, neue Fachkenntnisse zu erlangen, sondern anders zu denken, zu handeln und zu fühlen. Der Unternehmer muss sieben Aufgabenbereiche ausbalancieren:

  1. Die Festlegung der Werte und des langfristigen Traums, sowie die permanente Vermittlung und Werbung für diese Werte und diesen Traum.
  2. Die Entwicklung der Strategie und die Positionierung des Unternehmens.
  3. Externe Energie oder andere Menschen: Wie gewinnt man die richtigen Mitarbeiter und Kapitalgeber, wie die Öffentlichkeit? Und nach welchem Wachstumsmodell sollen diese externen Kräfte integriert werden?
  4. Permanente Müllentsorgung. In jedem Unternehmen sammeln sich störende Abläufe, unproduktive Angebote und Kunden, die keinen Deckungsbeitrag bringen etc. Dies muss periodisch entsorgt werden, damit das Unternehmen effizient arbeiten kann.
  5. Die Umsetzung muss gesichert werden. Dies ist vor allem die Schnittstelle zum Management, also im Wesentlichen Planung und Kontrolle.
  6. Nahezu immer vergessen: Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Wer einen 5-Personen-Betrieb führt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er noch lange nicht in der Lage ist, ein 50-, 500- oder gar 5000-Personen-Unternehmen zu führen.
  7. Die Übergabe an den Nachfolger. Das bedeutet, am besten vor der Gründung für sich selbst zu klären, wer eigentlich der Nachfolger sein wird, das Unternehmen entsprechend aufzubauen und sich permanent selbst herauszuziehen.

(Quelle: FOCUS-Online)
 
 

Zurück
Das könnte Sie auch interessieren:

Im Hamsterkäfig liegt der Gewinn!

"Die hohe Nachfrage hat ein sehr positives Jahr gebracht!“ Stimmt das wirklich? Bei vielen Unternehmen ist der Gewinn seit 10 Jahren nicht gestiegen.

...

Weiterlesen

Meisterbrief 2.19

Experiment oder Fachwissen bevorzugt?

Der Google–informierte-Kunde

Wollen Sie ein Experiment machen und ich führe laut Internet aus oder wollen Sie...

Weiterlesen

Presse: Deutsche Handwerks-Zeitung

Zukunft gestalten. Ziele erreichen.

Die Erfolgsmeisterei will Unternehmer stärken und zur besten Version ihrer selbst verhelfen.

„Arbeiten Sie an...

Weiterlesen

"NEIN"... auch mal zum Kunden sagen

Behaupte deinen Preis

„Hätte ich doch Nein gesagt!“ Diese Reaktion kennt jeder. Viele erfahren diese und entsprechende Situationen öfter, als ihnen...

Weiterlesen

Sind Sie auf Zukunft vorbereitet?

Lerne von einem Piloten

Sich mit Unternehmeraufgaben oder der eigenen Zukunft auseinandersetzen, steht aktuell nicht besonders hoch im Kurs. Der Boom...

Weiterlesen

Mach das nicht!

Senke deine Zielvorgabe nicht zu schnell

Halbzeit. Wo stehst du? Viele setzen jetzt ihre Zielvorgabe zu schnell herab. Mach das nicht! Denke lieber...

Weiterlesen

Unternehmerzeit besser nutzen

Raubbau am Zeitkonto

Frage Coach: „Was kostet es Sie ein Angebot zu erstellen!“ Antwort vom Chef: „Nichts, das mache ich am Samstag. Geht schnell“....

Weiterlesen

Presseveröffentlichung


Fachzeitschrift handwerk magazin - Das Cockpit für Ihr Unternehmen

„Unsere Idee war immer, ein digitales Werkzeug zu entwickeln, das jedem hilft,...

Weiterlesen

Gewonnen: BaTB Auszeichnung


Preis für Erfolgsmeisterei-Konzept

"Was unterscheidet den Piloten vom Unternehmer? Der Pilot absolviert eine solide Ausbildung. An die Praxis wird...

Weiterlesen

Am Unternehmen arbeiten.


Viele Unternehmer arbeiten 70 Std. ..

....und mehr und bringen ihre Firma doch nicht voran. Woran liegt das?  Der weitaus größte Mangel liegt im...

Weiterlesen